Gewinne aus dem Devisenhandel korrekt versteuern

Der Devisenhandel boomt auch hierzulande und jedes Jahr kommen neue Trader hinzu, die sich am Ende des Jahres die Frage stellen, wie die eigenen Gewinne hierzulande versteuert werden. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass viele Menschen den Umgang mit Geld nicht von klein auf beigebracht bekommen. Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Vorgaben sowie einige steuerliche Erleichterungen für Trader in diesem Beitrag einmal zusammengefasst.

 

Was versteht man unter Devisenhandel?

Devisenhändler handeln auf dem Forex-Markt mit internationalen Währungspaaren, wobei diese das Ziel verfolgen, durch Kursschwankungen Gewinne zu erwirtschaften. Doch wenngleich bei dem Handel mit Devisen die Chance auf hohe Gewinne besteht, sollten vor allem Einsteiger auch die Risiken keineswegs vernachlässigen.

Um hohen Verlusten zu Beginn entgegenzuwirken, sollten Anfänger den Handel mit Devisen während einem Trading Coaching zunächst von Grund auf erlernen, um im Anschluss daran hohe Gewinne mit dem Handel von Währungspaaren zu verbuchen.

Allerdings beschäftigen sich die Teilnehmer im Rahmen derartiger Coachings nicht damit, wie diese ihre Trading-Gewinne zum Ende eines Jahres korrekt versteuern, was für viele Einsteiger deshalb eine große Herausforderung darstellt.

 

Steuerliche Vorgaben in Deutschland

In Deutschland existiert bislang keine spezielle Steuer für den Devisenhandel. Dennoch müssen Trader ihre erwirtschafteten Gewinne aus dem Handel mit Devisen über die Abgeltungssteuer versteuern. Die Abgeltungssteuer wird auf sämtliche Kapitalerträge erhoben, zum Beispiel auch auf Zinsen. Trader, die Gewinne aus dem Handel mit Devisen erwirtschaften, sollten sich deshalb frühzeitig über die Höhe der anfallenden Steuern informieren. Die Abgeltungssteuer beträgt hierzulande 25 %, wobei auch der Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer in die Berechnung mit einfließen.

Kostenlos Kostenloses Stock Foto zu 1040, arbeit, balance Stock-Foto

https://www.pexels.com/de-de/foto/buro-stift-schreiben-geschaft-6863332/

 

Durch den Sparerpauschbetrag Steuern sparen

Anleger, die mit Devisen handeln, haben durch den Sparerpauschbetrag die Möglichkeit, Steuern zu sparen. Während Singles auf diese Weise jährlich von einem Freibetrag bis zu 801 EUR profitieren, beträgt der Freibetrag für gemeinsam veranlagte Personen sogar 1.602 EUR. Der Freistellungsauftrag kann sowohl bei der eigenen Hausbank als auch online eingereicht werden, wobei die Steueridentifikationsnummer sämtlicher Antragsteller angegeben werden muss.

 

Freistellungsauftrag für Trader

Um Kapitalerträge aus dem Devisenhandel von der Besteuerung freizustellen, muss ein Freistellungsauftrag bei der eigenen Hausbank eingereicht werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die zuvor genannten Freibeträge nicht zu überschreiten. Da viele Trader mehrere Konten bei Banken und Brokern haben, sollten diese sich genau überlegen, wie der Freibetrag aufgeteilt werden soll. Es können auch mehrere Freistellungsaufträge erteilt werden, solange diese die Freistellungsgrenzen nicht überschreiten.

Die meisten Banken ermöglichen der eigenen Kundschaft, ihre Freistellungsaufträge online zu erteilen oder zu ändern, wofür lediglich ein Zugang zum Online-Banking benötigt wird. Trader sollten immer den Überblick darüber behalten, welche Freistellungsaufträge in welcher Höhe erteilt wurden.

 

Handel bei einem Broker aus dem Ausland

Es gibt beim Devisenhandel auch steuerliche Aspekte zu berücksichtigen, sofern man bei einem Broker handelt, der im Ausland sitzt. Denn obwohl ausländische Broker oft attraktive Konditionen bieten, müssen die Gewinne auch in diesem Fall versteuert werden. Hierzulande werden die verfügbaren Broker durch eine Finanzaufsichtsbehörde (BaFin) reguliert, ebenso wie in vielen anderen EU-Staaten. Doch während die Steuern bei deutschen Brokern automatisch erhoben werden, müssen Anleger, die bei einem ausländischen Broker handeln, ihre Steuern selbst abführen, um der Steuerpflicht gerecht zu werden. Anleger, die bei einem Broker im Ausland registriert sind, sollten sich immer über die steuerlichen Verpflichtungen informieren, um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Das gilt auch für kleine Anleger, die sich zu diesem Zweck von einem Steuerberater beraten lassen sollten, um sämtliche Verpflichtungen zu erfüllen. Denn die niedrigen Einstiegshürden sorgen dafür, dass immer mehr Anfänger mit dem Handel von Devisen beginnen.